AWO zog nach anstrengendem Jahr Bilanz

Hannelore Wolf -Mitte- fuer 50 Jahre AWO-Arbeit geehrt

50 Jahre ist Hannelore im AWO-Ortsverein Schopfheim unermüdlich „mit Herz und Verstand“ mehr als aktiv. Dafür wurde sie am Samstag im Rahmen der JHV von Heidi Malnati mit dem silbernen Treueabzeichen geehrt

Schopfheim (hjh). Der geschäftsführende Vorstand „des kleinen Unternehmens AWO“  ließ am Samstag im Konferenzraum des Georg-Reinhardt-Hauses „Vergangenes reflektieren“, wie die Vorsitzende Heidi Malnati betonte, nachdem die Regularien abgewickelt waren und im Jahresbericht darauf hingewiesen worden war, dass hinter Malnatis Team nach dem äußerst merkwürdigen Abgang des verschollenen ehemaligen Vorsitzenden Thomas Braun „ein anstrengendes, aber auch erfolgreiches Jahr“ liege.

Detailliert erinnerte die zweite Vorsitzende Irmgard Sutter über die Aktivitäten, die sehr zur Freude des kompletten Vereins ab September vom neuen Domizil im Pflughof aus zentral gesteuert werden konnten. „Seit wir unsere Räume im Rathaus aufgeben mussten, haben wir uns nach eigenen neuen Räumen gesehnt“, bekannte Irmgard Sutter. Und dieser Wunsch ist ein wenig überraschend in Erfüllung gegangen“, gab sie zu und wies darauf hin, dass die Räumlichkeiten inzwischen dank zahlreicher Spenden für die AWO fast kostenneutral eingerichtet werden konnten. Jetzt stehe die Möblierung des Büroraumes noch aus, der mit einem PC und entsprechenden Programmen zur Mitgliederverwaltung und der Finanzen – seit 1. Januar 2015 müssen vom Gesetzgeber aus sozial tätige Vereine eine Bilanz vorlegen, was bei der aktuellen Kassenprüfung zu einigen Irritationen führte – ausgestattet werden muss.

Die laufenden Kosten kann die AWO, die aktuell 123 (2015 waren es noch 135) Mitglieder zählt, mit Einnahmen aus den Verkäufen der überaus fleißigen Handarbeitsgruppe, mit einem Zuschuss der Stadt und Unterstützung des „sensationell erfolgreichen“ Projektes „Essen auf Rädern“ bestreiten. Nicht aus den Augen verlieren dürfe man allerdings die Mitgliederwerbung. Seit Jahren nämlich sei die Mitgliederzahl rückläufig. Heidi Malnati führt das u.a. auf das noch aus grauer Vorzeit stammenden angeratzten Image des Begriffes „Arbeiterwohlfahrt“ zurück, an dem man dringendst polieren müsse. Ein Schritt in die richtige Richtung sei die Heimstatt im Pflughof, in der sich die Handarbeitsgruppe unter der Leitung von Margret Vogt breit gemacht habe, in der aber auch andere Mitglieder oder auch Nichtmitglieder reichlich Gelegenheit haben (oder noch bekommen), sich auf die eine oder andere Art und Weise zu verwirklichen. Öffentlichkeitswirksam flutscht der Verkauf selbst gestrickter Socken, der „Mitgliederbrief“, mit dem die AWO auf ihre Unternehmungen aufmerksam macht, die Adventsfeier und die Ausflugsfahrten sowie die Beteiligung am Lichterfest. Streichen dagegen werde man künftig die Teilnahme am Städtlifest, bei dem inzwischen Aufwand und Überschuss „in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen“.

 

Da Heidi Spiering nicht an der JHV teilnehmen konnte, kam „das Aushängeschild der AWO“ fast ein wenig zu kurz an diesem Nachmittag. 11980 Essen hat Spierings Team 2015 ausgeliefert, fast 20.000 Kilometer wurden diese Essen durch die Lande kutschiert. Und darüber musste selbst Ina Pietschmann staunen, die in Schopfheim die Kreisvorsitzende Hannelore Nuss vertrat. „Was bei Essen auf Rädern abgeht, ist unglaublich“, stellte Pietschmann fest, um dann zu loben: „Ich freue mich, dass es in Schopfheim nach einem doch recht holprigen Start wieder flott voran geht.“ In das Lob stimmten auch Artur Cremans und SPD-Vorsitzender Dr. Peter Ulrich mit ein. Ulrich bemerkte, es sei eine ganze Menge Arbeit gewesen, die der Ortsverein stemmen musste und fand den Wechsel des Domizils „eine gute Sache“ und Cremans wies darauf hin, dass der SPD-Ortsverband „sorgfältig beobachtet, was bei der AWO so geht“ und dabei zur der Erkenntnis gekommen sei: „Ihr habt trotz nicht gerade optimaler Bedingungen hervorragend gearbeitet. Macht weiter so!“ Und das versicherte Heid Malnati gerne: „Unsere Veränderungsprozesse gehen weiter. Als nächstes steht ein Tag der Offenen Tür auf dem Programm. Schließlich wird „Essen auf Rädern„ weiter aus- und aufgebaut und klar ist auch, dass es mit den bereits erwähnten Events und Verkäufen in gewohnter Form weitergehen wird.

Wahlen

Der bei der AWO nach dem Stühlerücken in der Vorstandschaft nur kommissarisch vergebene Posten des Kassierers wurde bei den Nachwahlen am Samstag mit dem Amtsinhaber in spe Dr. Max Werner Scheiwe mit dem einstimmigen Votum der Mitglieder offiziell besetzt.

Ehrungen

50 Jahre ist Hannelore im AWO-Ortsverein Schopfheim unermüdlich „mit Herz und Verstand“ mehr als aktiv. Dafür wurde sie am Samstag im Rahmen der JHV von Heidi Malnati mit dem silbernen Treueabzeichen geehrt, das sie sich laut Vorsitzender „mehr als verdient“ habe. Für 25jährige Mitgliedschaft zeichnete Malnati in Abwesenheit Elisabeth Wehrer, Helmut Mutter und Joachim Höfele aus.